Elbinsel, 12.11.2019
Wilhelmsburger Kunstbüro und Freunde Wilhelmsburger Kunstbüro und Freunde

Enttäuschungen

 

Seit fast einem Vierteljahrhundertenttaeuschungen klein leite ich das Kunstbüro Wilhelmsburg. Naja, was heißt „leiten“? Ich regiere nicht, habe keine Untertanen, ziehe keine Steuern ein ... Ich bin der Vorsitzende des Vereins und versuche, Projekte zu entwickeln und voranzutreiben. Und dabei sind mir die Menschen, mit denen ich zu tun habe, wichtig. Zu einigen pflege ich freundschaftlichen Kontakt.

 

 

Im Laufe der Jahre erlebte ich schon herbe Enttäuschungen und Rückschläge.

So etwas tut weh, kostet eine Menge Kraft und demotiviert.

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Stadtteilkünstler
Seit mehr als 20 Jahren beanspruche ich einen Titel für mich, der weder an der Fachhochschule noch Uni zu erwerben ist. Stadtteilkünstler wird man durchs selber machen, leben, ausprobieren, Zufall. Während den gut 20 Jahren, die ich meiner Berufung fröne, schaute ich immer wieder, wer ähnlich unterwegs ist. Es sind nicht viele. Einige tun ähnliche Dinge wie ich, aber sie verbinden dies nicht mit einem besonderen Anspruch. Professionelle Künstler rümpfen bisweilen die Nase. Stadtteilkünstler klingt volksnah, ja populistisch. Ein StaTeKü hat viel mit Menschen zu tun. + die können ihn ganz schön auf Trab bringen – und von der Kunst ablenken. Der berühmte Elfenbeinturm ist da ein vergleichsweise sicheres Heim.

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Die „soziale Frage“
 
In unserem Verein spielt Kunst eine die soziale frage kl Haupt-Rolle – wie der Name bereits andeutet. Ob Literatur, Malerei, Rhetorik, Bildhauerei, Theater: Es gibt viele Bereiche, die von dem, was wir unter „Kunst“ verstehen, tangiert sind. Es liegt an jedem selber, ob ein Funke überspringt oder, anders ausgedrückt, ob der Umgang mit Kunst -in welcher Weise auch immer- fruchtbare Ergebnisse bringt. Bei unseren Aktivitäten gibt es viele Kontakte mit Menschen unter-schiedlichster Herkunft. Die berühmte „soziale Frage“ stellt sich hier. Ich lasse mich immer wieder auf Menschen ein – was meiner eigenen Kunst, meiner künstlerischen Arbeit nicht immer gut tut. Krasser formuliert: Es passiert mir nicht selten, daß ich in die Rolle eines Sozialarbeiters gerate, dem andere ihr Herz ausschütten. Die meisten Probleme kann ich nicht lösen. Ich habe mit meinen eigenen genug zu tun. Deshalb grenze ich mich gegen zu viel Kommunikation, gegen zu viel Sozialarbeit ab. Bisweilen verschließe ich meine Tür, lasse Klagen und Jammern hinter mir, und konzentriere mich auf das „Eigentliche“.

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Alles wegen einer Fliege

 

Es ist die Zeit des kalten Krieges. Jede große Nation hat Atomwaffen und bedroht somit indirekt die anderen Staaten. In seinem Zimmer sitzt der Staatschef vom Chaotisreich und denkt darüber nach, ob er den roten Knopf drücken soll, um die anderen Staaten zu beeindrucken. Er lässt sich von seinem Philosophen beraten und erkennt, dass es keinen Zweck hat, sich gegenseitig mit der völligen Vernichtung zu drohen, und gerade, als er sich entschlossen hat, den anderen Staatschefs seine Erkenntnis mitzuteilen, kommt eine Fliege daher und setzt sich auf den roten Knopf. Der Staatschef, gerade im Begriff, keinen Angriff mehr zu planen, findet das Verhalten der Fliege nicht in Ordnung und will sie verscheuchen. Es passiert, was nicht geschehen soll: er berührt den roten Knopf, und da er Schwung genommen hat, um die Fliege auch sicher zu vertreiben, drückt er dabei auch den roten Knopf. Und das ist der Anfang vom Ende! Die Atomraketen gehen auf ihre verhängnisvolle Reise! Und das alles wegen einer Fliege!

 

Oder doch nicht?

 

Was der Chef nicht weiß: in seinem Chaosreich herrscht ein solches Chaos, dass der ganze Startmechanismus nicht richtig angeschlossen ist und sich stattdessen nur seine Kaffemaschine einschaltet und ihm einen Kaffee aufbrüht. - Wohl bekomms!

Noch mal Glück gehabt!

 

 

HR - 26.06.2013

 

Liebe/r Besucher/in,

 

mein Name ist Helmut Reithofer.helmut reithofer klein Geboren in Nordrhein-Westfalen, lebe ich nunmehr seit über 30 Jahren in Hamburg. Meine persönlichen Vorlieben sind: Schülern beim Lernen helfen, Musizieren, Gedichte und Texte schreiben und Fotografieren.

 

Als ich etwa 10 Jahre alt war, machte ich die ersten Fotos. Seitdem hat mich das Fotografieren nicht mehr losgelassen. Ich wollte Situationen, die mich berührten, gerne festhalten und auch anderen meine Ansichten zeigen, die nicht immer nur "normal" waren. Besonders interessierten mich die Pflanzen, die Tiere und die Naturschauspiele mit Sonne und Wolken.

 

 

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